Ihre kostenfreie Service-Hotline: Österreich: 0800 - 29 17 76

Fragen & Antworten

Wie lange halten Implantate?

Seit etwa 30 Jahren wird die Dauerhaltbarkeit von Implantaten in Langzeitstudien untersucht. Die bisherigen Ergebnisse lassen vermuten, dass bei guter Mundhygiene und regelmässiger Überwachung fachmännisch gesetzte Implantate ein Leben lang halten können.

Kann jeder Patient mit Implantaten versorgt werden?

Im Prinzip ja, von einigen seltenen Erkrankungen einmal abgesehen. Das Alter spielt keine Rolle: Implantate haben bei alten Menschen die gleichen guten Erfolgschancen wie bei jungen Patienten. Eine gute Mundhygiene muss allerdings gewährleistet sein.

Welche Vor- und Nachteile haben Implantate?

- Mit Implantaten kann festsitzender ästhetischer Zahnersatz auch in solchen Fällen realisiert werden, in denen andernfalls nur herausnehmbare Prothesen möglich wären. Ausserdem ist im Gegensatz zur Brückenprothetik kein Beschleifen der Nachbarzähne notwendig. Implantate verhindern Knochenschwund und Vollprothesen erhalten durch Implantate einen festen Sitz.

- Die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs kann als Nachteil empfunden werden, ebenso die Zeitspanne, während der die Implantate einheilen müssen. Auch können in manchen Fällen Implantatbehandlungen höhere Kosten verursachen als konventionelle Prothesen oder Brücken.

Bevor man sich zu einer Implantation entschliesst, müssen Vor- und Nachteile einer solchen Behandlung im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden.

Ist die Implantation schmerzhaft? Was muss ich nach dem Eingriff erwarten?

Der Eingriff ist in örtlicher Betäubung völlig schmerzlos, auf Wunsch kann auch mit zusätzlicher Sedierung oder Vollnarkose operiert werden. Auch nach der Operation sind nur leichte Schmerzen für wenige Tage zu erwarten, die problemlos mit Schmerzmitteln kontrolliert werden können. Eine mehr oder weniger ausgeprägte Schwellung während 3-5 Tagen ist normal, gelegentlich kann es auch zu Hämatomen (Blutergüssen) kommen, die sich jedoch rasch zurückbilden.

Wie lange müssen die Implantate einheilen, und kann ich in der Einheilphase Zahnersatz tragen?

Je nach Knochenqualität, Anzahl, Länge und Durchmesser der Implantate ist die Zeit, in der die Implantate unbelastet einheilen, unterschiedlich lang: Bei idealen Verhältnissen und mehreren stabilen Implantaten kann sogar manchmal eine Sofortbelastung erfolgen. Andernfalls vergehen meist 3-6 Monate, bis die Implantate freigelegt und belastet werden können. Ist ein Knochenaufbau erforderlich, so verlängert sich die Einheilphase auf ca. 6 Monate. Wir stellen meist schon vor der Implantation einen provisorischen Zahnersatz her, der normalerweise gleich nach dem Eingriff eingesetzt wird, so dass der Patient zu keinem Zeitpunkt ohne Zähne ist.

Schadet Rauchen den Implantaten?

Heute ist bekannt, dass starke Raucher (mehr als 10 Zigaretten/Tag) ein höheres Risiko haben, Implantate zu verlieren als Nichtraucher. Insbesondere bei grösseren Eingriffen mit Knochenaufbauten ist das Komplikationsrisiko bei Rauchern erhöht.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei Implantaten?

Es gibt unzählige Implantathersteller auf dem Markt, aber nur wenige Systeme haben wissenschaftliche Langzeit-Studien vorzuweisen. Die von uns verwendeten Implantate der Firmen Straumann und 3i sind bestens dokumentiert. Ausserdem ist bei den Marktführern die Ersatzteilversorgung langfristig gesichert, was extrem wichtig sein kann, wenn z.B. nach zehn Jahren ein Verbindungsschräubchen ausgetauscht werden muss.

Was ist von Werbesprüchen wie "Festsitzende Zähne in einem Tag" zu halten?

Bekanntlich entsprechen die in der Werbung gemachten Versprechungen nicht immer der Realität. Die Sofortbelastung der frisch gesetzten Implantate mit einer festsitzenden provisorischen Prothese bringt dem Patienten erhebliche Vorteile: bedeutend mehr Kaukomfort in der Heilungsphase und eine deutliche Zeitersparnis. Diese Vorteile müssen aber in jedem Einzelfall mit den potentiellen Risiken abgewogen werden, die nicht unterschätzt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass der behandelnde Zahnarzt über grosse Erfahrung mit der Sofortbelastung von Implantaten verfügt. In unserer Praxis wenden wir diese Methode nur in ausgewählten Fällen an, in denen die Vorteile für den Patienten ganz klar überwiegen.

Wie muss ich meine Implantate pflegen?

engl.: implantant cleaning; Der biologische Schwachpunkt jedes Implantates ist die Übergangsstelle von der Mundhöhle in den Kieferknochen am Implantathals. Diesen beim natürlichen Zahn bakteriendichten Verschluss kann es bei einer künstlichen Zahnwurzel nicht geben. Umso mehr muss gerade dieses Gebiet besonders gut gereinigt und gepflegt werden, soll es nicht durch eindringende Bakterien zu der gefürchteten Periimplantitis mit einem möglichen Abstoßen des Implantates kommen.
Ziel ist eine schonende und gründliche Entfernung von Plaque und Zahnstein an allen Zahn- und Implantatoberflächen einschließlich der Suprakonstruktionen. Dafür stehen grundsätzlich Ultraschallinstrumente, Handinstrumente und Pulver-Wasser-Strahlgeräte zur Verfügung.
Um Zahnstein an Implantatoberflächen zu entfernen, ist auf den Einsatz von Metallinstrumenten zu verzichten, diese könnten zum Verkratzen der Oberfläche und so zu Kristallisationspunkten für die schädliche Plaque führen. Für Schall- und Ultraschallgeräte gibt es deshalb spezielle Kunststoff-Aufsätze. Untersuchungen zufolge weisen die Implantatoberflächen nach Anwendung dieser Instrumente weniger Rauhigkeiten auf als beim Einsatz mit Metallinstrumenten. Auch der Einsatz von Pulver-Wasser-Strahlgeräten hinterlässt eine glättere Oberfläche als herkömmliche Instrumente. Nachteilig ist allerdings bei diesen unter Druck arbeitenden Geräten, dass das dem Implantat anliegende Zahnfleisch bei unsachgemäßer Anwendung verletzt werden kann. Deshalb wird die Politur am besten mit einem weichen Gumminapf und feiner Polierpaste durchgeführt. Ferner empfiehlt sich der Einsatz von Zahnseide und die regelmäßige Spülung mit einer Chlorhexidin-Lösung.
Implantat, Implantatprophylaxe, Periimplantitis

 

ZAHNARZT UNGARN - LASERDENT - Laserdent.at (c) 2012